Gjendine Slålien

Gjendine Slålien

Gjendine Slålien

Im Sommer 1871 wurde Gjendine im Steinhäuschen am Gjendebu, das auch heute noch dort steht, geboren. In diesem Steinhäuschen befindet sich heute eine kleine Ausstellung über Gjendine. Nur kurze Zeit später wurde sie am 24. Juli 1871 von einem zufällig vorbeikommenden Priester in Gjende getauft. Dieser schlug vor, sie Gjendine zu nennen.

In ihrer Jugend verbrachte sie jeden Sommer mit den Tieren und manchmal auch mit ihrer Familie in Gjendebu. Oft war sie dort ganze drei bis vier Wochen alleine. Später arbeitete sie den Sommer über als Magd in dieser Gegend. Viele Jahre arbeitete sie auch als Magd auf den Höfen im Tal.
Einen Sommer traf sie dort Edvard Grieg, der so von ihrem Gesang beeindruckt war, dass er ihn niederschrieb und in seinen Musikstücken verwendete. Im Sommer 1891 reiste auch der Komponist Julius Röntgen mit Grieg. Er machte Gjendine einen Heiratsantrag, doch sie lehnte dankend ab, da sie sich nicht vorstellen konnte, das Gebirge zu verlassen.

Sie heiratete den aus der gleichen Gegend kommenden Halvor Slålien, sie bekamen 2 Kinder. Neben dem Hof, den sie und ihr Mann betrieben, arbeitete sie manchmal auch in verschiedenen Berghotels im Jotunheimen, z.B. in Krossbu. Anfang des 20. Jahruhunderts war die holländische Königin Vilhelmina zusammen mit ihrer Tochter im Jotunheimen und sie luden Gjendine als eine Art Hofdame zu ihren Gebirgstouren ein.

Gjendine wurde über 100 Jahre alt und war bis in die letzten Jahre frisch und munter.