Peer Gynt


Peer Gynt wurde am 14. November 1867 vom Gyldendalske Boghandel (F. Hegel) in Kopenhagen herausgegeben, wobei die erste Auflage 1250 Exemplare umfasste.

Eine zweite Auflage, die circa 2000 Exemplare beinhaltete, wurde bereits 14 Tage später gedruckt. Peer Gynt wurde wahrscheinlich nicht als Theaterstück verstanden, hatte trotz allem aber am 24. Februar 1876 am Christiania Theater in Christiania (heute Oslo) Premiere. Untermalt wurde es von Musikstücken Edvard Griegs. Grieg war jedoch nicht der Erste, der Dramen Ibsens mit Musik untersetzte. Bereits Ende der 1860er Jahre schrieb der Schwede August Söderman eine Reihe von Gesangs – und Klavierstücken zu Peer Gynt. Harald Sæverud schrieb 1947 eine neue Musik zum Gedicht.

Mutter, hast Du den Gendingrat einmal gesehn? Wohl ‘ne Meile läuft er drang Hin, in Sensenrückenbreite. Unter Firneis, Schuttmoränen, Schnee, Geröll, Sand, kunterbunter, Sieht Dein Aug’ auf jeder Seite Stumme, schwarze Wasser gähnen, An die fünf-, die siebenzehn- hundert Ellen rank hinunter.

Dort lang stoben pfeilgeschwind Er und ich durch Wetter und Wind! Nie ritt ich solch Rößlein, traun! Unsrer wilden Fahrt entgegen Schnob’s wie Sonnenfunkenregen. Adlerrücken schwammen braun In dem schwindeltiefen Graun Zwischen Grat und Wasserrande, – Trieben dann davon wie Daun.

Treibeis brach und barst am Strande; Doch sein Lärm ging ganz verloren; Nur der Brandung Geister sprangen Wie im Tanze, – sangen, schwangen Sich im Reihn vor Aug’ und Ohren!


Henrik Ibsen

Henrik Ibsen